#sachmal – Viel Geld um den Ball

Da hat der Philipp mich also doch noch zum Fußball während der EM gebracht:

Und wieder eine Frage, bei der es auf den ersten Blick ganz einfach sein sollte, die Antwort zu finden. Leider nein (außer man nutzt eben wieder Wikipedia…). Relativ schnell lässt sich herausfinden, dass es nicht billig ist Fußball zu übertragen. Dies zeigen Beispielsweise Artikel zu Entwicklung der bundeslieger bei 11Freunde oder rp-online. Aber auch die Fifa bittet ordentlich zur Kasse, wie die ZEIT online berichtet.

In Deutschland wird die Verteilung der TV-Rechte zentral durch die Deutsche Fußballliga geregelt. Dabei hat die das Bundeskartellamt dieses Jahr dafür gesorgt, dass nicht mehr nur ein Sender exclusiv die Rechte bekommen kann. Im Grunde ist es am Ende ein Bietverfahren: Verschiedene Pakete können ersteigert werden. Wer wieviel bietet, entscheidet jeder Sender für sich selbst. Die Details der Bieterrunde erklärt die Seite der Bundesliga. Wo die preislichen Schmerzgrenzen bei den öffentlich-rechtlichen sind, beschreibt ein Artikel bei heise. Das Geld durch die Einnahmen wird dann entsprechend verteilt. Das dies international auch anders geht, zeigt ein Artikel der Welt. Wer in der Bundesliega was bekommen hat, fasst der Tagesspiegel zusammen.

Auf internationalem Paket läuft das etwas anders: Da wird schlicht verkauft. So wurden beispielsweise Dezember 2011 die Medienrechte für 2018 und 2022 ausgeschrieben. Kaufen kann die dann jeder, der genügend Geld hat. Dass man sich mit den Ankäufen auch mal verschätzen kann, zeigt ein Fall von 2014, bei dem ARD und ZDF die Übertragungsrechte für die WM in Brasilien an SKY weiterverkaufen wollte und am Ende darauf sitzen blieb.

Es gibt also verschiedene Arten, wie die Übertragungsrechte vergeben werden – eines haben sie alle gemeinsam: Es wird immer teurer!

Und weil es für alles natürlich auch einen guten Podcast zum hören gibt, hier ein Tipp von mir: Rasenfunk hat da ein Teil einer Sendung zu gewidmet.

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