#sachmal – Die Briten ohne Medien?

Uff, Brexit… Da stellt Philipp keine einfache Frage:

Grundsätzlich lässt sich derzeit nicht sagen, was genau nach dem Brexit passiert. Dennoch verbringen viele Experten oder Nicht-Experten Zeit damit sich darüber Gedanken zu machen und zu überlegen, was genau passieren wird – und nun (zusammenfassend) auch ich!

Wirtschaftliche Eiszeit

Betrachtet man eine Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, so prognostizieren wirtschaftliche Unternehmen in Deutschland und dem Vereinigten Königreich ein schlechte Zeit nach dem Brexit. Zwar zeigen die Statistiken auf den ersten Blick, dass viele Unternehmen eher keine Veränderungen sehen. Summiert ergeben die negativen Aussagen jedoch ein höheren Prozentsatz, was die Verfasser des Papiers unter anderem zu folgendem Fazit veranlassen:

„Die Aussicht, dass fast ein Drittel der britischen und deutschen Unternehmen im Vereinigten Königreich damit drohen, ihre Kapazitäten im Vereinigten Königreich zu reduzieren oder sogar an einen anderen Standort zu verlagern, sollte sowohl bei Politikern als auch in der allgemeinen Öffentlichkeit Besorgnis erregen.“
– S. 17

Die Medien im Speziellen

Es ist wohl nicht weit hergeholt, wenn ich sage, dass hinter „den Medien“ vor allem Unternehmen stecken, die wirtschaftlich denken. Somit gilt die allgemein dünstere Stimmung für die Wirtschaftsunternehmen auch im speziellen für die Medienindustrie. Dies veranschaulicht ein Überblick der Zeitschrift Kameramann, der verschiedene Artikel zu unterschiedlichen Medien-Gewerken zusammenbringt:

Brexit: Katerstimmung bei den Medien

Dabei muss auch beachtet werden, dass die Auswirkungen nicht nur die britischen Medien betrifft, da es kaum rein britische Medien gibt. So ist das Vereinigte Königreich der viert größte Markt für Bertelsmann, wie das Unternehmen gegenüber Meedia erklärte. Leider lässt sich nicht so schnell und einfach aufzeigen, welche Internationalen Unternehmen im britischen Medienmarkt ansäßig sind.

Direkt betroffen

Abschließend ein kurzes Beispiel, wie es den Medienunternehmen gehen kann: Der Privatsender ITV machte kurz nach dem Brexit-Votum direkt Miese an der Börse, wie DWDL berichtete.

Es scheint somit allgemein keine rosige Zeit für Medien im Vereinigten Königreich zu werden. Die genauen Auswirkungen reichen von keiner Veränderung bis hin zu Massenverlagerungen der Standorte und damit einhergehenden Unterlassungen der Belegschaft. Einen ersten Hint hat übrigens die FDP gegeben: