#sachmal – Vergleichsportale

Urlaub, Handys, Internet, Strom, Versicherungen – für jedes Konsumgut gibt es Vergleichsportale. Sie sollen die besten Preise finden. Der Kunde soll sparen. Nach der Fernsehwerbung sind sie alle die billigsten und die zuverlässigsten. Welchem Portal kann man da vertrauen?

Vergleichsportale leisten grundsätzlich eine guten Dienst. Sie machen die Märkte für Kunden transparenter. Kaum einer könnte oder würde alle Stromtarife aller Anbieter finden und vergleichen. Der Aufwand ist zu groß. Die Algorithmen der Portale machen das automatisch.

Wie machen Portale Geld?

Die Portale bekommen für Erfolgreiche Vertragsabschlüsse eine Provision von den Anbietern. Wie viel genau ist unbekannt, ebenso ob die Höhe der Provision das Ranking auf den Portalen beeinflusst. Die EU hat deshalb an einem Zehn-Punkte-Papier gearbeitet. Verbraucherportale sollen demnach transparenter werden. Heiko Maas, u.a. Minister für Verbraucherschutz, prüft, ob eine Gesetzesänderung in Deutschlandnotwendig ist (siehe selber Artikel) bzw. auf Heise.de.

Die Verbraucherzentralen fordern transparentere Geschäftsmodelle und weisen darauf hin, dass viele Vergleichsportale zum selben Konzern gehören (hier eine Übersicht).

Gekaufte Bewertungen

Urlaubsplattformen wie Holidaycheck aber auch Händler wie Amazon haben große Probleme mit Fake-Bewertungen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass etwa jede dritte  gefälscht ist (wie man diese erkennen kann im selben Artikel). Amazon geht seit Jahren auch gerichtlich gegen Fälscher-Agenturen vor. Fälschen wird sogar hauptberuflich betrieben.

Fazit

Wer die besten Preise und Verträge finden will, tut sich mit Vergleichsportalen einfacher. Wie immer muss man vorsichtig sein. Nicht alles glauben, skeptisch bleiben. In der Regel lassen sich auch falsche Bewertungen entlarven.

#sachmal – Viel Geld um den Ball

Da hat der Philipp mich also doch noch zum Fußball während der EM gebracht:

Und wieder eine Frage, bei der es auf den ersten Blick ganz einfach sein sollte, die Antwort zu finden. Leider nein (außer man nutzt eben wieder Wikipedia…). Relativ schnell lässt sich herausfinden, dass es nicht billig ist Fußball zu übertragen. Dies zeigen Beispielsweise Artikel zu Entwicklung der bundeslieger bei 11Freunde oder rp-online. Aber auch die Fifa bittet ordentlich zur Kasse, wie die ZEIT online berichtet.

In Deutschland wird die Verteilung der TV-Rechte zentral durch die Deutsche Fußballliga geregelt. Dabei hat die das Bundeskartellamt dieses Jahr dafür gesorgt, dass nicht mehr nur ein Sender exclusiv die Rechte bekommen kann. Im Grunde ist es am Ende ein Bietverfahren: Verschiedene Pakete können ersteigert werden. Wer wieviel bietet, entscheidet jeder Sender für sich selbst. Die Details der Bieterrunde erklärt die Seite der Bundesliga. Wo die preislichen Schmerzgrenzen bei den öffentlich-rechtlichen sind, beschreibt ein Artikel bei heise. Das Geld durch die Einnahmen wird dann entsprechend verteilt. Das dies international auch anders geht, zeigt ein Artikel der Welt. Wer in der Bundesliega was bekommen hat, fasst der Tagesspiegel zusammen.

Auf internationalem Paket läuft das etwas anders: Da wird schlicht verkauft. So wurden beispielsweise Dezember 2011 die Medienrechte für 2018 und 2022 ausgeschrieben. Kaufen kann die dann jeder, der genügend Geld hat. Dass man sich mit den Ankäufen auch mal verschätzen kann, zeigt ein Fall von 2014, bei dem ARD und ZDF die Übertragungsrechte für die WM in Brasilien an SKY weiterverkaufen wollte und am Ende darauf sitzen blieb.

Es gibt also verschiedene Arten, wie die Übertragungsrechte vergeben werden – eines haben sie alle gemeinsam: Es wird immer teurer!

Und weil es für alles natürlich auch einen guten Podcast zum hören gibt, hier ein Tipp von mir: Rasenfunk hat da ein Teil einer Sendung zu gewidmet.

#sachmal – Jimmy Kimmel und die Trailer

Jimmy Kimmel erreicht mit seiner Latenightshow Jimmy Kimmel Live! täglich um die zwei Millionen Zuschauer. Auffallend oft feiern Kinotrailer in der Show Premiere. Warum ist das so?

Trailer bringen Aufmerksamkeit

Wie bereits erwähnt hat Kimmel eine Einschaltquote von ca. 2,2 Millionen Zuschauern – von mir repräsentativ über den Daumen gepeilt. Schon das bringt einem Trailer natürlich Aufmerksamkeit. Hier die Quoten von 11. – 15. April, der Woche in der „Dr. Strange“ debütierte.

Nebenbei hat natürlich auch Jimmy Kimmel Live! etwas davon, wenn viel erwartete Trailer als erstes gezeigt werden. (Gedanken-Randnotiz: Ich behaupte, dass der Hype um Trailer und deren Premieren, noch vor ein paar Jahren nicht ausgereicht hat, um damit Aufmerksamkeit zu generieren. Die neue Nerdkultur macht’s möglich.) Deutlich mehr Reichweite hat aber der YouTube-Channel von Kimmel. Fast 8 Millionen Menschen haben ihn abonniert. Allein der Trailer von Assasins Creed hat bereits 14 Millionen Views.

Kimmel, abc, Disney, Marvel

Stellen wir uns vor wir müssten einen neuen Marvel-Film vermarkten. Zuerst würden wir auf die Kanäle zurückgreifen, die wir in der eigenen Firma haben. Die Marvel Studios gehören zur Walt Disney Company. Disney besitzt den Fernsehsender abc und hier läuft jeden Werktag Jimmy Kimmel Live!.

Fragen? Jimmy hat leider nicht geantwortet.

 

#sachmal – Der Beginn des Podcast

Die Geschichte des Podcasts. Klingt eigentlich schön leicht und schnell gefunden, aber leider weit gefehlt. Leider auch aus zeitmangel nun etwas kurz die Antwort auf die Frage:

Podcast ist jung, gerade einmal 13 Jahre alt. Entstanden ist der erste Podcast übrigens in Havard, wie die University stolz erklärt. Genutzt wurde dafür der RSS, mit dem ein Feed erstellt werden konnte. Erfinder hinter der Idee der Nutzung von RSS-Feeds für mp3-Dateien ist unter anderem Dave Winer (übrigens auch der Erfinder des Blogs). Er erklärt alles in einem kurzen Podcast.

Das Wort selbst wurde jedoch von Ben Hammersley erfunden, der für das neue Phänomen im Internet einen Namen suchte. Auch er hat das ganz als Podcast einmal genauer erzählt.

In Deutschland kamen Podcast 2005 in Mode, damals vor allem durch Unternehmen. Er der ersten Unterstützer war Georg Schneider. Außerdem gründete er den Podcast e.V., der jedoch 2007 wieder aufgelöst wurde.

Medial fahrt aufgenommen haben Podcasts seid 2014 durch amerikanische Serien, wie „the Serial“. Manch ein online-Magazin spricht gar von einem Come-Back. Andere bezeichneten uns als „Stars in der Nische„.